Klarer Heimsieg der 1. Mannschaft
13. April 2014
2. Mannschaft chancenlos gegen die Kickers
4. Mai 2014
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Slapstick, 3 Elfmeter und 3 1/2 Eigentore

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Nach den zuletzt ansprechenden Leistungen erwartete man diese Woche gegen die VSG Löbitz ein klares Ergebnis. Was sich dann jedoch abspielte lässt sich kaum in Worte fassen- ich will es trotzdem einmal probieren. Bequemlichkeit und Laufunwilligkeit gepaart mit dilettantischen und zum großen Teil haarsträubenden Aktionen prägten das Spiel des SVK. Dabei starteten die Kretzschauer gar nicht mal so schlecht in die Partie und konnten sich mit meist über die Außen gespielten Ballstafetten in aussichtsreiche Position bringen. Löbitz beschränkte sich Anfangs lange Bälle in Richtung ihrer beiden Angreifer. Der erste halbwegs brauchbare, sollte dann auch zur ernsten Gefahr werden. Eigentlich harmlos kam der Ball zu Libero Kobelt der das Leder mit dem Rücken zum Tor zu Keeper Christian Schmidt zurückköpfen wollte. Dumm nur, das jener bereits aus dem Tor gelaufen kam. Somit landete das Spielgerät zum ersten Mal im Kretzschauer Kasten. Der SVK nicht geschockt, versuchte nun verstärkt in Richtung Löbitzer Tor zu kommen; was nun auch immer öfter gelang. So war es auch kein Zufall das Felix Seidel nach einem Löbitzer Abwehrversuch an den Ball kommt und letzteren volley unter die Latte hämmerte. Mit dem Ausgleich sollte eigentlich etwas Ruhe ins Spiel des SVK kommen-doch weit gefehlt. Erneut ein langer Ball der Löbitzer. Philipp Schmidt verschlief den aufspringenen Ball herauszuspielen. Zwischenzeitig lief ihn sein Gegenspieler an. Beim nun folgenden Klärungsversuch schoß Philipp diesen an und von dessen Körper/Gesicht sprang das Leder zuerst an den Kretzschauer Pfosten und schließlich nach dem Nachsetzen des Löbitzers ins Tor. Wie schon beim 1:0 zeigte Keeper Schmidt (der einen rabenschwarzen Tag erwischte) keine Reaktion. Auch durch diesen Rückschlag ließ sich der SVK (noch) nicht aus dem Konzept bringen und spielte weiter variabel in die Spitzen was den Gastgebern sichtliche Probleme bereitete. Und wieder war es Felix Seidel der den erneuten Ausgleich entscheidend einleitete. Sein Schuß aus dem 16- Meter- Raum sprang an den langen Pfosten und von dort zu Philipp Schmidt der mit einer Volleyabnahme dem Löbitzer Schlußman keine Abwehrchance ließ. 2x im Rückstand- 2x ausgeglichen; das sollte eigentlich Aufwind geben. Und zumindest offensiv tat es das auch. Dennoch blieb nach wie vor das pomadige Zweikampfverhalten und die mangelnde Arbeit nach hinten. Somit ließ man den Gasgebern zentral zu viel Platz was diese durchaus zu nutzen wussten. Für wirkliche Gefahr vor dem Tor(en) sorgte jedoch fast ausschließlich der SVK. Ein Diagonalpass der Löbitzer kann Matthias Scholle nicht entscheidend klären. Der Löbitzer Naujoks ging dazwischen und kam beim anschließenden Zweikampf kurz vor dem Strafraum zu Fall. Den fälligen Freistoß schoß der Angreifer der Hausherren durch die Mauer flach ins Eck. Bei der Ausführung des Freistoßes betätigte sich ein Löbitzer aus Zehentreter, der es schaffte 3 von 4 Mann in der Mauer beim Schuß auf den Fuß zu treten. Schiedsrichter Czäczine beurteilte dies jedoch nicht als Foulspiel- interessante Sichtweise. Nunmehr zum 3. Mal im Rückstand hieß es jetzt auch diesen erneuten Rückschlag zu verdauen- was wieder gelang. Daniel Piehl konnte sich im Zweikampf gegen seinen Gegenspieler durchsetzten und wurde schließlich im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Toni Engel gewohnt sicher. Somit ging es mit einem 3:3 in die Kabinen. 6 Tore in einer Halbzeit- dies sieht man auch nicht alle Tage.

Die 2. Häfte wollte man es nun eigentlich besser machen- was aber nicht so recht klappte. Waren in Halbzeit eins noch Offensivaktionen zu sehen, so ging in der Vorwärtsbewegung nicht mehr viel. Besser machten es die Gastgeber, die mit ihren beiden schnellen Angreifern immer wieder für Gefahr sorgen. Ca. 10 Minuten waren im 2. Spielabschnitt gespielt als erneut Naujoks an den Ball kommt und Manuel Lages im Strafraum aus 1m an die Hand schießt. Schiri Czäczine ließ zunächst weiterspielen, doch der Linienrichter bedeutete ein Handspiel. Wie man aus dieser Distanz von einem absichtlichen Handspiel sprechen kann ist absolut schleierhaft- da hat wohl jemand zuviel Bundesliga geschaut. Der Löbitzer Fries trat an und jagte das Leder neben den rechten Pfosten- somit weiter 3:3. Kretzschau wurde nun etwas besser und um Spielkontrolle bemüht; doch irgendwie war der Wurm drin. Ein harmloser, flacher Rückpass auf Keeper Schmidt der beim Versuch des herausschlagens den Ball nicht traf und es somit dem herbei gelaufenen Naujoks mehr als leicht machte das 4:3 zu erzielen. Löbitz machte nun hinten dicht und agierte offensiv weiter mit den immer gefährlichem Duo Naujoks / Fries. Während Kretzschau zunehmend verzweifelt versuchte Offensivakzente zu setzen, spielten die Hausherren nun voll auf Konter. Nach einem Eckball der Löbitzer kommt der Ball zu Naujoks der daraufhin von Manuel Lages attackiert wird und sich zu Boden wirft- Ergebnis der Aktion: Elfmeter Nr.3. Diesesmal trat der Löbitzer Kapitän Kunze an, scheiterte aber am diesmal großartig reagierenden Christian Schmidt. Somit ging es bei  Stand von 4:3 weiter. Kretzschau erwachte nun zunehmend aus seiner Lethargie und schnürte die Gastgeber zeitweise in deren Strafraum ein. Jedoch zeigten sich auch jetzt haarsträubende Fehlpässe und oft sinnlose Einzelaktionen. Löbitz hielt mit Kampf dagegen und somit hatte der Unparteiische nun allerhand zu tun. Allerdings sollten alle Mühen umsonst bleiben- und so endete dieses denkwürdige Spiel mit dem überraschenden aber alles andere als unverdienten Sieg der Gastgeber.

Mit einer solch indiskutablen Leistung kann man keinen Blumentopf gewinnen. Unerklärliche Abwehraktionen und ein nachlässiges Zweikampfverhalten machen es einen jedem Gegener leicht. So brauchten die Löbitzer kaum etwas zu tun- Kretzschau war heute sein eigener Feind. Jedes Tor der Gastgeber entscheidend eingeleitet oder gleich selbst erzielt- ein Katastrophentag für den SVK.

Aber auch hier heißt es wieder: Neue Woche, neues Glück. Gegen Theißen sollte man aber wieder an die Leistung gegen Heuckewalde anknüpfen, sonst droht die nächste Pleite.

Für Kretzschau spielten:

C. Schmidt, D. Piehl, K. Kobelt, M. Lages, P. Seifert, M. Scholle, P. Schmidt, T. Engel, P. Kuhfus (G.Gribnev (M. Tille)), F. Seidel, N. Jaeger

Bilder vom Chaos:

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