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26. April 2015
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1. Mannschaft schrammt haarscharf an der Blamage des Jahres vorbei

Wie die Gastgeber musste der SVK diese Woche ohne einige Stammkräfte antreten. Dabei wogen die Ausfälle bei den Platzherren sicherlich schwerer. Auf schlichtweg katastrophalem Untergrund- der Platz war äußerst uneben so man bereits beim normalen Laufen Probleme hatte und noch dazu knochenhart- war kaum ein Kurzpassspiel möglich. Somit entwickelte sich schnell ein alles andere als hochklassiges Spiel in dem der SVK klar den Ton angab. Es ging pausenlos in Richtung Bornitzer Tor. So kamen die Platzherren in den ersten 15 Minuten kaum über die Mittellinie, geschweige denn in Richtung Kretzschauer Tor. Doch trotz aller spielerischer Überlegenheit konnte der SVK dies nicht in Tore umsetzen. Scheiterte Felix in der 11. Minute mit einem Schuß aus spitzem Winkel, so machte es ihm Nils nur 2 Minuten später nach und setzte die Kugel knapp neben das Bornitzer Gehäuse. Auch Daniel reihte sich in die Liste der erfolglosen Schützen ein. Sein Versuch strich nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. So wäre nach 20 Minuten bereits ein 3:0 oder 4:0 durchaus möglich gewesen. Neben den erspielten Möglichkeiten hatte der SVK noch eine ganze Reihe von Freistößen, die jedoch allesamt kläglichst vergeben wurden- die meisten kamen noch nicht einmal auf das Tor. Die Kretzschauer auch in den nächsten Minuten weiter dominant und meist über die rechte Seite kommend. So kamen regelmäßig Bälle in Richtung Zentrale, wo jedoch niemand einlief um somit für Gefahr zu sorgen. Die Bornitzer standen tief gestaffelt und machten den Raum vor dem eigenen Gehäuse wirkungsvoll zu. In der weiteren Spieldauer verlor der SVK zunehmend den Faden und so schlichen sich jetzt einfache Ballverluste ein.Vor allem in der Zweikampfführung präsentierte man sich jetzt schlichtweg zu sorglos. Dennoch war man auch weiterhin klar überlegen. Gut eine halbe Stunde war gespielt als die Bornitzer das erst Mal in Richtung Kretzschauer Tor kamen. So bekam Aushilfskeeper Philipp Schmidt seinen ersten Ballkontakt, der aber kein Problem darstellte. Kretzschau jetzt immer fahriger und ob ein paar maximal unnötiger Meckereinlagen der üblichen Verdächtigen sichtbar außer Tritt. Nur 5 Minuten nach dem ersten Angriff der Gastgeber kamen die Bornitzer erneut in Richtung Kretzschauer Tor. Nachdem eine ganze Reihe Kretzschauer Spieler versäumten den über links durchstartenden Schulze zu stoppen, brachte diese eine Flanke nach innen. Dort versuchte Nils das Spielgerät unter Kontrolle zu bringen, was ihm aber nicht wirklich gelang, denn das Spielgerät sprang ihm im Strafraum aus der Bewegung heraus an die Hand. Der Schiedsrichter wertete dies als absichliches Handspiel und einschied auf Elfmeter für Bornitz. Mario Schulze trat an und stellte mit dem 1:0 mit dem ersten (und einzigen) Torschuß für die Eintracht den bisherigen Spielverlauf völlig auf den Kopf. Nach dem überraschenden Rückstand gab es auch weiterhin nur ein Spiel auf ein Tor, da sich die Platzherren nun hinten einigelten und somit ständig mit mindestens 7 Mann im eigenen Strafraum standen. Was folgte war eine ganze Reihe von Eckbällen die aber meist keinen Abnehmer fanden. Sofern doch einmal ein Kretzschauer an den Ball kam, wurde der anschließende Schußversuch durch die Platzherren geblockt.

Die 2. Halbzeit begann wie die 1. geendet hatte. Kretzschau spielte weiterhin nur nach vorn, ohne jedoch die Lücke zu finden. So verpasste man es immer wieder einmal das Tempo anzuziehen und somit einmal schnell auf die Verteidigung der Gastgeber zu kommen. Statt dessen versuchte es der SVK mit kurzen und meist quer gespielten Bällen, was jedoch ob der Platzverhältnisse alles andere als erfolgversprechend war. Wie bereits in der ersten Halbzeit versuchte es Kretzschau auch weiterhin meist über rechts anstatt die Seiten auch einmal zu variieren und somit etwas Bewegung in die Hintermannschaft der Bornitzer zu bringen. Etwas Belebung brachte die Einwechslung von Patrick Kuhfus, der noch einmal neue Impulse setzte, aber ebenso wie alle Spieler- incl. der Bornitzer- ein um andere Mal mit den Platzverhältnissen zu kämpfen hatte. Oftmals wurden jetzt die Angriffe schlichtweg zu langsam ausgespielt und waren somit auch leicht zu verteidigen. Von Bornitz kam nun gar nichts mehr. So hatte Keeper Philipp Schmidt in Halbzeit zwei nicht einen Ball zu halten. Mit zunehmender Spieldauer verlor man jetzt zunehmend an Geduld- immerhin waren inzwischen bereits knapp 60 Minuten gespielt und der SVK sah sich nach wie vor mit 1:0 im Hintertreffen. Jetzt setzte man auf der Bank des SVK alles auf eine Karte. Trainer Erik Dobierzin wechselte sich selbst ein, um somit noch einmal das Ruder herumreißen zu können und ein wenig Struktur in die Angriffsbemühungen der Gäste zu bringen. Den Bornitzern schwanden nun sichtbar die Kräfte- dennoch schaffte es der SVK kaum, für Gefahr im Strafraum der Platzherren zu sorgen. Zu statisch und langsam wurden die Angiffe gespielt. Eine der wenigen Ausnahmen war eine Szene in der 75. Minute. Philipp Seifert wurde nach einer Kombination bei der Ballannahme im Strafraum deutlichst hör- und sichtbar am Fuß getroffen- ein klarer Elfmeter (wie auch die Bornitzer nach dem Spiel bestätigten) der aber nicht gegeben wurde. Jetzt waren nur noch 10 Minuten regulär zu spielen, als Kretzschau noch einmal mehr versuchte und endlich auch einmal über links zu Flanken kam. Eine davon erreichte Erik, der das Leder aber freistehend am kurzen Pfosten per Kopf neben das Tor setzte. Jetzt, da nur noch wenige Minuten zu spielen waren, ging sicherlich dem ein oder anderen das Spiel gegen Könderitz durch den Kopf, welches ja ganz ähnlich gelaufen war. Somit stieg nun die Ungeduld und die Nervosität noch einmal an. Schließlich, in der 90. Minute noch einmal ein Angriff der Kretzschauer. Das Leder kommt zu Erik der links neben dem Bornitzer Tor stehend den Ball auf Kniehöhe straff in Richtung Tor gibt, von wo der Ball vom Bornitzer Kriesche in die eigenen Maschen gelenkt wird. Jetzt war der Bann gebrochen. Der Unparteiische zeigte 3 Minuten Nachspielzeit an, und die gedachte der SVK zu nutzen. Was in den 90 vorangegangenen Minuten nicht gelungen war, klappte nun in Minute 92- ein eigenes Tor zu erzielen. Ein Freistoß von Patrick erreichte wiederum Erik, der zwar näher am Tor stand als sein direkter Gegenspieler, nicht jedoch näher als ein auf der rechten Seite stehender Verteidiger der Bornitzer. Den Ball nahm er gleich mit links und setzte die Kugel perfekt neben den Pfosten in die Maschen. Endlich einmal hatte sich der SVK das Glück erarbeitet, wenngleich dies mit reichlich nervenaufreibendem Minuten verbunden war. Die gilt es kommende Woche zuhause gegen Kayna zu verhindern, die immerhin zeitgleich gegen Könderitz gewannen.

Bilder vom Spiel: