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Aller (Wieder)anfang ist schwer

Nachdem ja nun das Spiel letzte Woche den Platzverhältnissen zum Opfer fiel, stand nun als erster Punktspielgegner des neuen Jahres der VfB Zeitz auf dem Plan. Gegen die in der Tabelle höher stehenden Zeitzer war einem jeden klar, das dies hier heute kein einfaches Spiel werden würde. Hinzu kam noch die Tatsache, das mit Andreas Ludwig, Daniel Piehl, Toni Engel und Christoph Scholz 4 wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen. Das Spiel begann schleppend und mit leichtem Übergewicht für den Gegner. Kretzschau musste sich- deutlich sichtbar- erst einmal finden. Schließlich konnte man erst diese Woche erstmals auf dem Platz trainieren. Vor allem in den Zweikämpfen kam der SVK kaum zum Zug. Zu zögerlich und wenig entschlossen agierte der SVK. So konnte der VfB das Spielgeschehen immer mehr kontrollieren. Meist versuchten es die Zeitzer in dieser Phase mit Distanzschüssen, die jedoch keine Gefahr brachten. Wenn Kretzschau auch im Mittelfeld kaum Zugriff bekam, so machte man immerhin in der Verteidigung die Räume eng. So gelang es den Gästen in der ersten Spielhälfte nicht, aus Nahdistanz vor das Kretzschauer Tor zu kommen. Der SVK hingegen war meist in der eigenen Verteidigung gebunden und gab die Bälle oft recht planlos nach vorn. Nur gelegentlich war einmal ein überlegter Angriffsspielzug zu sehen. Wie in der 18. Minute. Nach einem Konter über die linke Seite ging Marc auf und davon und passte nach innen zu Etienne. Dieser zögerte ein klein wenig zu lang mit dem Abschluß und musste dann einen Haken schlagen und die Aktion letzten Endes abbrechen. Daraus hätte durchaus etwas werden können. Somit war es lange Zeit ein recht ereignisarmes Spiel- bis zur 26. Minute. Bei einem Angriff der Zeitzer sprang Florian im Versuch einer Klärungsaktion im Wegdrehen der Ball aus einem Meter an die Hand. Der Unparteiische entschied auf Freistoß für Zeitzer. Aus gut 24 Metern und zentraler Position trat der erfolgreichste Torschütze der Gäste Ricky Marx an. Sein fulminant geschossener Ball schlug mit Volldampf am rechten Innenpfosten ein. Eine, ob der wenigen Möglichkeiten überraschende, aber keinesfalls unverdiente Führung der Zeitzer. Nach dem Rückstand zeigte sich der SVK zunächst verunsichert und auch weiterhin mit lascher Zweikampfführung. Nach gut 5 Minuten hatten die Kretzschauer den Rückstand weggesteckt und agierten bis zur Pause wieder etwas sicherer, ohne jedoch zu nennenswerten Möglichkeiten zu kommen.
In der 2. Halbzeit musste sich etwas ändern- und das tat es auch. Trainer Dobierzin stellte nun um und zog den wieder zurückgekehrten “Allzwegjoker” Robert nach vorn. Auch hinten und zentral wurde die Aufstellung etwas korrigiert. Und schon lief es entscheidend besser. Mit einem Mal brachte man es fertig, mit Tempo auf die Verteidigung der Gäste zu kommen und somit die Zeitzer bereits in der Defensive unter Druck zu setzen. Im Mittelfeld wurde nun entschiedener gestört und auch kontrollierter in die Offensive gespielt. Jetzt zog der SVK die Spielkontrolle mehr und mehr an sich. So dauerte es auch nicht lange bis zur ersten Möglichkeit für Kretzschau in Halbzeit 2, als Elias den Zeitzer Torhüter mit einem Distanzschuß prüft. Die Gäste hielten dagegen, bissen sich aber ein um´s andere Mal an der Defensive des SVK die Zähne aus. Was dennoch durchkam war eine sichere Beute für Interims- Torhüter Philipp Schmidt. Eine gute Stunde war bereits gespielt, als die Kräfte der Gäste langsam aber sicher zu schwinden begannen. Jetzt verschärfte Kretzschau noch einmal das Tempo und ließ die Zeitzer laufen. Nur 4 Minuten später sollte diese Spielweise bereits Früchte tragen. Nach einer Balleroberung lief der Kretzschauer Angriff über links. Patrik brachte die Kugel vor das Zeitzer Gehäuse wo ein Zeitzer Verteidiger- von Elias bedrängt- per Kopf unabsichtlich zu Robert verlängerte. Dieser narrte seinen Gegenspieler und passte aus kurzer Distanz von der Grundlinie zum mittlerweile eingelaufenen Elias zurück. So bedient, brauchte er nur noch aus 3 Metern zum Ausgleich einzuschieben. Jetzt zeigte sich der VfB angeschlagen; und Kretzschau wollte dies nutzen. Was folgte, war die beste Kretzschauer Phase dieses Spiels. Fast im Minutentakt rollten nun die Angriffe in Richtung Gästetor. So hätte Elias nur wenige Minuten nach dem Ausgleich erneut treffen können. Doch er scheiterte mit seinem Schußversuch aus 16 Metern am Torwart. Nur wenig später erreichte ihn diesmal eine wunderbare Flanke zentral 15 Meter vor dem Tor. Mutterseelenallein brauchte er sich nur noch die Ecke rauszusuchen- zog jedoch überhastet volley ab. Der Zeitzer Keeper reagierte phänomenal und lenkte die Kugel mit einer Fußabwehr um den Pfosten. In der 77. Minute war es schließlich so weit. Nachdem Elias mit dem Rücken zum Tor kurz hinter der Mittellinie den Ball bekommen hatte, legte er sich die Kugel einfach mal selbst vor und ging hinterher. Robert- im Abseits stehend- blieb weg, so dass der Schiedsrichter weiterspielen ließ. Elias ging auf und davon und versenkte schließlich die Kugel zum 2:1 in die Maschen. Auch hier war der Zeitzer Torhüter wieder am Ball, konnte den Einschlag jedoch nicht mehr verhindern. Jetzt kamen die Gäste noch einmal auf. Kretzschau zog sich jetzt mehr zurück und machte hinten die Räume eng. Die VfB- Spieler fanden kaum ein Durchkommen. Dennoch gab es noch 3 gefährliche Situationen zu überstehen. Bezeichnenderweise waren dies alles Freistöße in guten Positionen, welche aber allesamt in der Mauer landeten. Nach 3 Minuten Nachspielzeit pfiff der souverän leitende Unparteiische die insgesamt faire Partie ab.
Nach diesem doch rechts wackeligen Sieg muss der SVK in der kommenden Woche zur 2. Mannschaft des Eintracht Profen. Dort gilt es noch etwas gut zu machen- immerhin haben die Profener im Hinspiel die 3 Punkte aus Kretzschau entführen können.

Bilder vom Spiel: