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Bittere Niederlage in Theißen

Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Theißen wollte der SVK die zuletzt gute spielerische Leistung gegen Grana wiederholen- nur sollte daraus leider wenig werden. Beide Mannschaften ersparten sich ein Abtasten und kamen so zu ganze Reihe von Möglichkeiten in den Anfangsminuten. Die erste Chance hatte der SVK bereits in der 2. Minute. Die Direktnahme von Felix nach einem langen Einwurf ging jedoch über das Tor der Gastgeber. Diese wollte in nichts nachstehen und zwangen Christopher mit einem platzierten Fernschuß zu einer Glanzparade. Nur wenig später musste er auch noch im 1 gegen 1 gegen den Theißener Gräber retten. Auf der anderen Seite setzte Christoph seinen Kopfball nach einem Freistoß neben das Tor. Insgesamt präsentierten sich die Gastgeber jedoch über die gesamte Spielzeit wacher und gedanklich schneller- in Führung gehen sollte aber der SVK. Bereits 22 Minute waren gespielt- das Geschehen hatte sich bereits etwas beruhigt- als Rene mit der Kugel am Fuß auf seinen Gegenspieler zugeht und diesen mit einer Körpertäuschung verlädt. Folge dessen war ein Foulspiel und der fällige Elfmeter. Toni trat an und verwandelte gewohnt sicher. Theißen reagierte mit weiteren druckvoll gespielten Angriffen. Der SVK zog sich etwas zurück, ohne jedoch dabei einen sonderlich souveränen Eindruck zu machen. Vom allem das Spiel ohne Ball und die Zweikampfführung ließen heute doch arg zu wünschen übrig. Auch gelangen kaum gelungene Kombinationen. Einfache Abspiele verkamen ohne Not zu Fehlpässen. So machte man es den Theißenern denkbar einfach. Die Gastgeber bissiger und an der Grenze des Erlaubten und teilweise darüber hinaus. So hatte der Theißener Liske reichlich Glück das er wegen Nachtretens statt der fälligen gelben Karte oder gar roten Karte nur ermahnt wird. Knapp 35 Minuten waren gespielt als sich die große Chance zum 2:0 für den SVK ergab. Nach einem Laufpass auf Felix ging letzterer allein auf das Gehäuse der Platzherren zu. Dabei sah er den mitgelaufenen Rene Kobelt und wollte quer legen. Dieser 5m- Querpass verkam jedoch zum Seitenwechsel in Richtung Eckfahne. Damit war diese vielversprechende Möglichkeit dahin. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit gehörten fast völlig den Gastgebern. Keeper Christopher Schmidt hatte nun alle Hände voll zu tun, hielt aber die Halbzeitführung fest.

Die 2. Spielhälfte war gerade einmal 6 Minute alt, als es zum Aufreger den Spiels kam. Nach einem gewöhnlichen Foulspiel an der Mittellinie griff wiederum Liske seinem Gegenspieler mit links an den Hals und holte mit rechts zum Schlag aus. Lars Hendrischke- der direkt daneben stand- zog den Übertäter zur Seite und betitelte ihn daraufhin als Idiot. Darauf folgte die Entscheidung des Schiedsrichters der Lars für die Beleidigung die Rote Karte gab- hart aber vertretbar. Sicherlich sehr viel schwerer zu erklären ist jedoch, dass der Theißener für die klare Tätlichkeit nur Gelb sieht- offenbar hatte hier einer Narrenfreiheit. Nun in Unterzahl agierend verlegte sich der SVK auf die Defensive und das Konterspiel. Theißen rannte auf das Tor des SVK an und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Dabei war das Spiel der Kretzschau nach wie bereits das ganze Spiel zu pomadig und träge. Noch 20 Minuten standen auf der Uhr, als Theißen seine Angriffsbemühungen erneut verstärkte und somit Christopher immer wieder zu großartigen Paraden zwangen. Fast schien es als sei er heute unüberwindbar, als es in Minute 74 dann doch noch im Kasten des SVK klingelte. Eine Flanke von außen erreichte Liske (welcher schon lange nicht mehr auf dem Feld hätte sein dürfen) der deutlich sichtbar im Abseits stand und das Leder mit dem Oberschenkel ins Tor des SVK bugsiert. Passend zum bisherigen Spiel entschied der Schiedsrichter auf Tor für Theißen. Kretzschau jetzt nur noch hinten drin und mit viel Kampf aber wenig spielerischen Elementen. So rollte nun Angriff um Angriff auf das Tor des SVK. 4 Minuten waren noch zu spielen, als die Punktehoffnungen des SVK gänzlich zu den Akten gelegt werden mussten. Eigentlich schon geklärt, kam der Ball zu Paschwitz der zentral auf das Tor zuging, sich dabei mal eben den Ball mit dem Arm vorlegt und schließlich aus 16m in den Winkel abschloss. Weder Schieds- noch Linienrichter hatten das Handspiel gesehen, so dass das Tor letzten Endes zählte.

In den letzten Spielminuten versuchte der SVK noch einmal alles nach vorn zu werfen ohne jedoch das Ruder noch herumreißen zu können. Um es noch einmal klar zu sagen: Grund der Niederlage war nicht der Schiedsrichter, sondern vielmehr die eigene spielerische Leistung. Mit so einem schläfrigen Auftritt wird es fast überall schwer erfolgreich zu sein. Dabei ist es fast unerheblich was ein Schiedsricher entscheidet.

Mit dieser unnötigen Niederlage steht man nun im nächsten Heimspiel gegen den Heuckewalder SV schon fast mit dem Rücken an der Wand- da heißt es am besten: Dreifach- Punkten.

 

Bilder vom Spiel: