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Der Cleverere gewinnt

Im Duell gegen den Tabellennachbarn aus Wetterzeube zog der SVK am Ostermontag mit 0:2 den Kürzeren. Dabei erwischte Kretzschau den besseren Start und hatte in den ersten Spielminuten ein deutliches Übergewicht. So kam man einige Male in der Offensive durch zeitiges Attackieren zu Ballgewinnen. Klare Möglichkeiten konnte man sich jedoch nicht erspielen, da immer wieder in der letzen Aktion die falsche Entscheidung getroffen wurde. Anstatt einmal den direkten Weg zum Tor oder den Abschluß zu suchen, stand man sich mit den ein oder anderen Haken zu viel selbst im Weg. Christoph und Christopher kamen dennoch zu einigen Möglichkeiten, zielten jedoch nicht genau genug, so dass ihre Versuche das gegnerische Tor verfehlten oder beim Wetterzeubener Torhüter Sieler endeten. Nach gut 20 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel und es entwickelte sich jetzt ein Duell auf Augenhöhe, bei dem aber weiterhin der SVK die Mehrzahl an Offensivszenen für sich verbuchen konnte. Nur heraus kam dabei letztlich herzlich wenig. Mit zunehmender Spieldauer wurde Wetterzeube zwingender. Bei den wenigen Szenen der Gäste wurde es fast immer gefährlich. So musste Florian kurz vor der Torlinie nach einer Hereingabe von Außen klären. Ein Standard sollte schließlich das 0:1 bringen. Noch 5 Minuten waren in Halbzeit 1 zu gehen, als eine eigentlich recht ungefährliche Ecke der Gäste nicht entscheidend geklärt werden kann. Das Leder kam zu Franke, dessen Schuß Ludi noch abwehren kann um dann über mehrere Akteure mehr oder weniger freiwillig erneut bei Franke zu landen. Der ließ sich nun nicht 2x bitten und erzielte aus dem Gewühl heraus die recht schmeichelhafte aber auf Grund der Kretzschauer Ineffizienz nicht unverdiente Wetterzeubener Führung. Damit ging es dann auch in die Kabinen.

Im Halbzeit 2 zogen sich die Gäste weit zurück und verlegten sich fast völlig auf das Verteidigen der Führung. Kretzschau kam immer mehr auf, spielte jedoch völlig unverständlich fast ausschließlich über die Mitte. Anstatt Ball und Gegner laufen zu lassen (das letzte Spiel der Wetterzeubener lag gerade einmal 48h zurück) und somit das Spiel in die Breite zu ziehen und über dann über die Außenpositionen hinter die gegnerische Verteidung zu kommen, waren nun oftmals lange Bälle ins Zentrum zu sehen. Die Gäste hatten damit wenig Mühe und brauchten auch kaum lange Wege zu gehen. Dennoch kam der SVK jetzt recht regelmäßig zu Chancen. 60 Minuten waren bereits gespielt, als sich Christopher ein Herz fasste und aus 18m einfach mal draufhielt. Der heute großartig haltende Gästehüter Sieler lenkte die Kugel mit einem Reflex noch an die Latte von wo der Ball schließlich ins Aus ging. Kretzschau rückte nun weiter auf und versuchte unermüdlich in Richtung Gästetor zu kommen. Doch wie bereits in Halbzeit 1 wollte einfach der letzte Ball nicht recht gelingen. Wetterzeube spielte jetzt völlig auf Konter. Insbesondere Christian Nötzel beschäftigte nun die Hintermanschaft des SVK. Je länger das Spiel lief, desto zwingender wurde der SVK. Den Gästen schien nun mehr und mehr die Puste auszugehen. Knapp 10 Minuten waren noch auf der Uhr als Nils einen Kopfball nach Hereingabe von Denis nur um Haaresbreite am Wetterzeubener Tor vorbeisetzt. Der nachfolgende Abstoß brachte schließlich die Entscheidung. Nach einem Stellungsfehler in der Verteidigung des SVK kam der Ball zu Nötzel, der seinen Gegenspieler abschüttelt und per Lupfer über Ludi zum 0:2 einnetzt. Kretzschau gab dennoch nicht auf und brachte Angriff um Angriff in Richtung Gästetor. So hatten sowohl Elias, Christoph als auch Daniel den Anschlußtreffer auf dem Fuß bzw. Kopf. Blöd nur dass der Wetterzeubener Keeper einen Glanztag hatte und heute einfach nicht zu überwinden war. Somit blieb es bis zum Schluß bei 0:2 was zwar den Spielverlauf nicht wirklich wiedergibt, aber so ist eben Fußball. 

Nach dieser bitteren Niederlage heißt es jetzt Mund abputzen und in Profen noch eine Schippe drauf legen. Obwohl in der Tabelle im hinteren Drittel stehend, darf man die Gastgeber auf keinen Fall unterschätzen- Profen ist immer ein heißes Pflaster.

Bilder vom Spiel: