Glücklos gegen den Tabellenführer
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Erster Heimdreier
20. Oktober 2016
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Es ist der Wurm drin…

Kretzschau – Heuckewalde; was hatte diese Paarung im Verlauf der letzten Jahre schon für besondere Momente gesorgt?! Auch dieses Mal sollte es wieder bei dem ein oder anderen zu bleibenden Erinnerungen führen- und zwar keine besonders Guten.
Den Gästen fehlten an diesem Spieltag einige Stammkräfte, so das Heuckewalde erwartungsgemäß zunächst um defensive Sicherheit bemüht war. So ließ man den SVK in Ruhe aus der eigenen Hälfte aufbauen und lief die Gegenspieler erst in der eigenen Hälfte an. Kretzschau bekam so quasi die Spielmacherrolle zugewiesen, machte nur leider viel zu wenig daraus. Von Beginn an mangelte es an Laufbereitschaft und Aggressivität. Der SVK verlagerte zwar immer wieder auf die Außenpositionen, machte dabei aber der Spiel so langsam dass sich der ein oder andere Zuschauer (in dem Fall ich) an ein Altherrenspiel erinnert sah. Lediglich im letzten Drittel vor dem Tor verschärfte sich das Tempo, so das man in den Anfangsminuten durchaus Chancen hatte. Etwas zwingendes war aber zunächst nicht dabei. Heuckewalde verteidigte körperlich robust und mit der nötigen Entschlossenheit. 20 Minuten dauerte es, bis der erste spielerisch ansprechende Angriff zu sehen war. Elias ging über rechts in Richtung Tor, passte zum zentral postierten Etienne der die Kugel Elias wieder in den Lauf schob. Letzterer ließ sich nicht lange bitte und schob ins kurze Ecke zur Kretzschauer Führung ein. Die frühe Führung sollte dem SVK in die Karten spielen und Räume eröffnen- sollte man meinen. Die Gäste verteidigten weiterhin bissig und setzten nun ihrerseits erste Angriffe die aber wenig bis keine Gefahr für Ersatztorhüter Philipp Schmidt darstellten. Nun spielte sich das Geschehen weitestgehend im Mittelfeld ab, wo man sich aber immer wieder leichte Ballverluste leistete. Ein solcher Ballverlust brachte dann schließlich auch den Ausgleich. Ein Gästespieler setzte sich auf der Außenbahn gegen mehrer Gegenspieler durch und gab die Kugel einfach mal nach innen. Der eigentlich harmlose Ball kam zu Andre, der jedoch ausrutschte und im Fallen seinem Gegenspieler in die Hacken fiel. Letztendlich ein klarer Elfmeter-  unglücklicher geht es kaum. Schwendel ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zu  1:1. Heuckewalde konzentrierte sich auch weiterhin hauptsächlich darauf, den SVK vom eigenen Tor fernzuhalten, was nun auch Kretzschau durch den immer schlampiger werdenen Spielaufbau auch noch tatkräftig unterstützte. Jetzt war kaum noch Bewegung im Spiel und Florian fast schon gezwungen fast jeden Ball lang in die Spitze zu geben. Die Gäste hatten sich schnell darauf eingestellt und hatten wenig Probleme in der Verteidigung solcher Szenen.
Die 2. Halbzeit braucht man an dieser Stelle nicht viel schreiben. Es zeigte sich keine Verbesserung- im Gegenteil. Statt sich spielerisch durchzusetzen, verzettelte man sich nun in Einzelaktionen. Irgendwie wollte nun nichts mehr gelingen. Einfachste Sachen gingen schief oder es wurde in entscheidenden Momenten eben die falschen Entscheidungen getroffen. So sackte das ohnehin nicht gerade hohe Niveau der Partie noch mehr in den Keller. Zwar kam man das ein oder andere Mal dennoch vor das Heuckewalder Tor, letztlich fehlte es aber die letzte Entschlossenheit. Mit zunehmender Spieldauer kamen auch die Gäste vermehrt zu Offensivaktionen, doch auch ihnen sollte es nicht gelingen so richtig gefährlich zu werden. Von einem Kretzschauer Aufbäumen und war in Hälfte 2 nichts zu sehen. So plätscherte die Partie beim ganz niedrigen Niveau ohne Höhepunkte vor sich hin. Insgesamt also Fußball zu abgewöhnen- daran änderten dann auch die aufbauenden Kommentare von Außen nichts mehr.
Ein verdienter Punktgewinn der Gäste, der sich wie eine Niederlage anfühlt. Dennoch muss man froh sein, mit einer solchen Leistung wenigstens noch einen Punkt geholt zu haben. Blieben doch heute die allermeisten von ihrem Möglichkeiten so weit entfern wie der Mars zur Erde. Dennoch muss man bedenken, dass sich die Mannschaft in einem kleinen Umbruch befindet und sich noch finden muss und das auch wird. Was möglich ist, hat man gegen Lützen im Pokal oder während der 2. Halbzeit in Theißen gesehen.

Bilder vom Grottenkick: