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Führung verspielt

Im erst 3. Saisonspiel stand für den SVK mit der 2. Vertretung der Eintracht aus Profen ein vermeindlich einfacher Gegner auf dem Plan. Mit diesem Wissen ging dann wohl auch der ein oder andere in die Partie. Das sich so etwas rächen kann, zeigte sich in den folgenden 90 Minuten. Kretzschau kontrollierte zwar von Beginn an das Geschehen, machte jedoch speziell im Aufbau das Spiel oftmals zu langsam. Die Gäste zogen sich weit zurück und konzentrierten sich vor allem auf ihre Defensive. Die schon fast lethargische Spielweise des SVK machte es den Profenern einfach das Spielgerät weit vom eigenen Gehäuse fern zu halten. Die abgefangenen Bälle der Gäste gingen dann überwiegend lang in Richtung ihres Angreifers Thiem. Diese Bälle fing wiederrum Kretzschau recht leicht ab und versuchte sich im nächsten Angriff, der dann im letzten Spielfelddrittel von den Profenern abgefangen wurde. Lediglich 1x kamen die Gäste verheißungsvoll vor das Kretzschauer Tor. Der Schußversuch verfehlte das Gehäuse jedoch um gut 2m. Somit sahen die Zuschauer ein Spiel dass sich fast ausschließlich im Mittelfeld abspielte und kaum echte Tormöglichkeiten bot. Mit fortschreitende Spieldauer schlichen sich mehr und mehr Fehlpässe in das Kretzschauer Spiel ein. Da nun kaum noch ein brauchbarer Ball flach in die Spitze durchkam, streute nun der SVK auch den ein oder anderen langen Ball ein. Den Niveau des Spiels war dies nicht wirklich zuträglich. Gefährlicher wurde es schließlich dadurch auch nicht. Gerade einmal 3 Bälle kamen verheißungsvoll in Richtung Profener Tor- ohne zum Erfolg zu führen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff forcierte dann Kretzschau doch noch einmal das Tempo. Nach einem diesmal schnell gespielten Ball ist es Patrick Kuhfus der sich auf links durchsetzt und in den Strafraum geht. Beim Verteidigungsversuch wird er von seinem Gegenspieler gefoult. Der Schiedsrichter zögerte keinen Moment und zeigte folgerichtig auf den Punkt, was auch keine Proteste nach sich zog. Den fälligen Elfmeter verwandelte Toni Engel sicher. Im direkten Anschluß erfolgte der Halbzeitpfiff.
In der Halbzeitpause schien sich Kretzschau etwas vorgenommen zu haben, denn jetzt ging man etwas zielstrebiger zu Werke. Da nun der SVK mit etwas mehr Tempo aggierte boten sich jetzt mehr Räume. Profen verteidigte weiterhin konzentriert und koordiniert. Dennoch kam Kretzschau jetzt mehr und mehr auf und zu einer ganzen Reihe von Möglichkeiten. Doch sowohl Etienne als auch Christoph und Toni scheiterten am Profener Schlußmann Sebastian Lindner. Die Gäste versuchten sich weiterhin im Konterspiel und hätten beinahe in der 56. Minute den überraschenden Ausgleich erzielt. Eine Unachtsamkeit in der Defensive brachte das Leder zum Profener Klinkenberg, der aber an Keeper Ludwig scheitert. In der Folge machte Kretzschau nun offensiv immer agiler. So ergaben sich jetzt allerbeste Torchancen die jedoch entweder fahrlässig liegen gelassen wurden oder aber vom stark haltenden Profener Schlußmann vereitelt wurden. Über 4 oder gar 5 Gegentore hätten sich die Gäste nicht beschweren können- wie sie auch nach dem Spiel selbst bestätigten. 78 Minuten waren bereits gespielt, als es zu einem folgenschweren Pfiff kam. Ca. 22m vor dem Kretzschauer Tor kam ein Profener Spieler zu Fall nachdem er seinem Gegenspieler in die Haken gelaufen war. Zur allgemeinen Überraschung gab es Freistoß für die Gäste. Der Ball kam eigentlich ungefährlich auf das Kretzschauer Tor, setzte noch einmal auf und sprang Andreas Ludwig beim Fangversuch vor die Brust. Dadurch prallte der Ball nach vorn und Silvio Gürtler staubte zum äußerst schmeichelhaften Ausgleich ab. Jetzt wirkte der SVK deutlich angeschlagen. Die Gäste versuchten auch sofort nachzusetzen und hätten nach einem Missverständnis in der Defensive beinahe die Führung erzielt. Luca Jena konnte jedoch vor vor der Torlinie klären. Kretzschau versuchte es mit dem Mut der Verzweifelung. Über Christoph kam die Kugel zu Etienne, der aus 20m abzog. Den straff geschossenen Ball lenkte der Profener Schlußmann Lindner mit großartiger Parade um den Pfosten. Fast im direkten Gegenzug bekamen die Gäste erneut einen recht schmeichelhaften Freistoß zugesprochen. Dieses Mal kam der Ball von rechts und ging an der Mauer vorbei ins kurze Eck zum 1:2. Mit diesem Tor hatten nun die Profener die Partie gänzlich gedreht. Kretzschau machte jetzt auf, hieß es doch jetzt Sekt oder Selters. So ergab sich noch eine Möglichkeit für den Profener Ronny Thiem der das Spielgerät jedoch deutlich über das Kretzschauer Gehäuse jagte. Kretzschau versuchte noch einmal alles, scheiterte jedoch weiterhin an der vielbeinigen Verteidigung der Gäste sowie dem Profener Torhüter. Somit blieb es bei überraschenden aber nicht unverdienten Sieg für Eintracht Profen.
Nach diesem alles anderem als hochklassigen Spiel sollte sich ein jeder an die eigene Nase fassen- blieben doch fast alle Spieler heute weit unter ihren Möglichkeiten. Am Schiedsrichter lang es jedenfalls nicht. In Theißen heißt es im kommenden Spiel eine deutliche Reaktion zu zeigen.

Bilder vom Spiel: