In der Hohle nix zu holen, Kretzschau verhilft dem VfB zur Herbstmeisterschaft

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In der Hohle nix zu holen, Kretzschau verhilft dem VfB zur Herbstmeisterschaft

 

Bei diesjährigen Duell beim VfB Zeitz setzte es eine 7:4 Niederlage. So kamen wenigstens die Zeitzer Zuschauer auf Ihre Kosten.

Das Spiel begann wie die Feuerwehr. Der VfB von Beginn an druckvoll und mit viel Zug zum Tor. Kretzschau schien noch gar nicht richtig auf dem Platz, da stand es schon 1:0 für den Gastgeber. Ricky Marx konnte sich in der 3. Minute zentral gegen gleich zwei Gegenspieler durchsetzen und schoß aus 12 Metern zum 1:0 ein. Der SVK dadurch offenbar munter und nun wacher. Nur eine Minute später Freistoß für Kretzschau. Aus knapp 25 Metern brachte Denis Sosna den Ball von links vor das Gehäuse der Zeitzer. Wie im vorherigen Spiel gegen Könderitz ging der Ball an Freund und Feind vorbei und landete am langen Pfosten im Tor. Der VfB antwortete mit wütenden Kontern, und kam bereits in Minute 8 zu einem weiteren Treffer. Christian Kraft entwischte seinem Gegenspieler, ging allein auf den Keeper und schob den Ball etwas glücklich zum 2:1 ein. Torwart Gebert machte dabei keine gute Figur. Der SVK wurde nun mobiler und versuchte im Mittelfeld das Aufbauspiel der Zeitzer zu stören, was auch weitestgehend gelang. Dennoch kam der VfB, erneut durch Kraft, zur nächsten Chance die Keeper Gebert mit einer sehr guten Reaktion zunichte machte. Kretzschau kam in dieser Phase meist mit langen Bällen über die Außen in die Hälfte der Gastgeber. So auch in Minute 16. Marco Heinrich setzte sich auf links durch und flankte mustergültig auf Phillip Seifert, der den Ball zum erneuten Ausgleich einköpfte. Das bedeute das 4. Tor mit der 5. Chance. Ineffizienz sieht anders aus. In der Folgezeit beruhigte sich das Spiel ein wenig. Beide Mannschaften nun gewarnt und entsprechend auf der Hut. Meist wurde auf beiden Seiten mit langen Bällen über das Mittelfeld hinweg operiert. Die nächste Chance des Spiels hatte dann erneut der SVK. Ein Freistoß von Ole Friedrich fand jedoch keinen Abnehmer und landete neben dem Tor. Gegen Ende der ersten Hälfte nahm der VfB noch einmal Fahrt auf. So landete ein Schuß von Christian Kraft in der 40. Minute an der Latte. Nur 3 Minuten später ging ein Freistoß von Ricky Marx knapp am Tor vorbei. Somit ging es mit eine 2:2 in die Kabinen.

Was in Hälfte zwei geschah kann man schwer beschreiben und schon gar nicht entschuldigen. Der VfB begann erneut wie die Feuerwehr. Nur befand sich die Hälfte der Kretzschauer Elf wohl mit den Gedanken noch in der Kabine. So stellten einige Spieler komplett den Spielbetrieb ein. Und mit einer halben Mannschaft in nun einmal bei der besten Offensive der Liga nichts zu gewinnen. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff bereits die erste Chance für den Gastgeber. Kraft scheiterte jedoch an Keeper Gebert, der sich bei dieser Aktion verletzte und später ausgewechselt werden musste. Der SVK viel zu weit von den jeweiligen Gegenspielern entfernt. So kam es wie es kommen musste. Einen verdeckten Schuß in der 50. Spielminute konnte Christian parieren, musste jedoch den Ball prallen lassen. Ricky Marx ließ sich nicht lange bitte und schob zum 3:2 ein. Kretzschau nun konstaniert. Nur 2 Minuten später, das 4:2 nach einem Freistoß. Kraft hatte mutterseelenallein eingeköpft, nachdem sich niemand für ihn zuständig fühlte. In der Folgezeit nahm sich der Gastgeber ein wenig zurück, doch bei Kretzschau lief in dieser Phase nicht viel zusammen. Besonders in der Rückwärtsbewegung stimmte nun die Zuordnung überhaupt nicht mehr. Die Abwehr sah sich mehr und mehr allein gelassen. So konnte erneut Ricky Marx auf 5:2 erhöhen. Wenig später dann gar das 6:2. Wieder entwischte Ricky Marx seinem Gegenspieler. In der 68. Minute dann der Auftritt der Linienrichterin Winkelmann. Ein Mittelfeldspieler des VfB führte den Ball auf der linken Seite und passte zum über 3 Meter im Abseits stehenden Grunert. Zum Erstaunen aller blieb jedoch die Fahne unten und Grunert konnte zum 7:2 einschieben. Nochmal zu Klarstellung: Wir haben wegen einer wirklich schlechten Vorstellung zwischen der 45. und 70. Minute verloren und nicht durch die Linienrichterin. Bei 7:2 muss man auch nicht diskutieren. Aber sollte halt auch auf die Abwehrreihe und Angreifer schauen und nicht nur auf den Ball. Der VfB steckte nun noch mehr zurück und der SVK wollte sich nicht mit einem solchen Ergebnis aus der Hinserie verabschieden. Dementsprechend nun doch noch einmal Kretzschau mit Offensivbemühungen. In der 80. Spielminute kam der Ball nach feiner Kombination über Engel und Gunold zum inzwischen eingewechselten Manuel Lages, der jedoch knapp verzog. Kretzschau nun druckvoller und mit gelungenem Kombinationsspiel nach vorn. Einen Kretzschauer Angriff kann von der VfB Abwehr nicht entscheidend geklärt werden und der ebenfalls eingewechselte Jens Gustke konnte per Direktabnahme zum 7:3 einnetzen. 4 Minuten vor Spielende konnte sich erneut Benjamin Gunold auf rechts durchsetzen. Seine Hereingabe erreichte Phillip Seifert, der zum 7:4 einschob. Mehr war jedoch nicht drin.

Eine zum Anfang der 2. Hälfte peinliche Vorstellung des SVK. So kann man beim VfB nicht gewinnen. Was in Hälfte 1 noch recht gut funktionierte, klappte später überhaupt nicht mehr. Vor allem in der Rückwärtsbewegung war der SVK heute nicht konkurrenzfähig. Nichts desto trotz ist nur ein Spiel, also nur drei Punkte verloren. Mit insgesamt 8 gewonnenen, 2 unentschieden und 3 verlorenen Spielen ist die Hinrunde doch alles in allem sehr gut gelaufen. So steht man auch weiterhin mit oben dran und mit nur einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer lässt sich auch sehr gut leben.

M. Scholle

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Bilder vom Spiel:

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