Läuft weiter…
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Keine Punkte zur Weihnachtsfeier

Eine bittere Erfahrung musste der SVK zum Ende der Hinrunde in Borau machen. Nachdem man zur Halbzeit noch 2:0 geführt hatte, musste man sich am Ende dem Gastgeber mit 2:3 geschlagen geben.
Die Partie begannen beide Mannschaften zunächst abwartend und auf die Vermeidung von Fehler bedacht. So lag auch das Augenmerk des SVK erst einmal in der Defensive was während der gesamten ersten Halbzeit auch gut gelang. Im Angriff zeigte der der SVK nach nur wenigen Minuten die erste gut durchdachte Aktion. Der Querpass in den Strafraum fand jedoch keinen Abnehmer. Die Gastgeber versteckten sich nicht und versuchten ihrerseits gefährlich in die Spitze zu kommen, scheiterten aber stets an der gut organisierten Defensive. So spielte sich das Geschehen in der ersten 15 Minuten weitestgehend im Mittelfeld ab. Nach eben jener Viertel Stunde kam nun der SVK immer mehr auf und drängte die Hausherren in die eigene Hälfte zurück. Vor allem Etienne, Christoph und Elias sorgten für ordentlich Bewegung in der Borauer Hintermannschaft. So kam Kretzschau jetzt immer mehr zu Chancen, die in der 22. Minute zum 0:1 umgemünzt werden konnte. Nach gutem Offensivpressing konnten sich die Platzherren in der Zentrale nicht mehr kontrolliert befreien und setzten einen Querschläger im eigenen Strafraum. Etienne schaltete am schnellsten und legte das Leder am herausstürmenden Borauer Keeper vorbei und versenkte die Kugel zur Führung in die Maschen. Kretzschau wollte nun sofort nachlegen und die sichtliche Verunsicherung der Gastgeber ausnutzen. Immer wieder ging es über Elias- der auf seiner Seite einige Geschwindigkeitsvorteile hatte- in die Spitze. So auch in Minute 27. Elias trieb das Spielgerät über die rechte Angriffseite in Richtung Tor und ging in den Strafraum, wo er das Leder mustergültig auf Christoph zurücklegte. Dieser ließ sich nicht lange bitten und erhöhte für den SVK. Die Platzherren zeigten sich jetzt gänzlich verunsichert. Kretzschau ließ nicht nach und hätte nach ewas über einer halben Stunde das Spiel entscheiden können. Eine maßgenaue Flanke von links erreichte Toni der den Ball direkt nahm, jedoch die Kugel aus wenigen Metern über das Gehäuse setzte. In der Folgezeit verwaltete der SVK den Zwischenstand und konzentrierte sich jetzt weitestgehend auf die Defensive. Die Borauer kamen jetzt zwar etwas mehr auf, zwingend wurde es jedoch nicht.
Mit Beginn der 2. Halbzeit hatte Borau umgestellt und sein Spielsystem entsprechend angepasst. Eigentlich sollte dies den SVK vor keine unlösbaren Aufgaben stellen, dennoch war mit einem Mal der Wurm drin. Statt wie in Halbzeit 1 kontrolliert, schnell und zielstrebig aus der eigenen Defensive aufzubauen, erging man sich jetzt im klein- klein mit Querschiebereien vor dem eigenen Strafraum. Das eine solche Spielweise nicht ungestraft bleiben kann, zeigte sich in der 58. Minute. Nach einer Reihe eklatanter Fehlpässe im Zentrum konnte ein Borauer ohne Mühe den Ball erobern und in die Spitze spielen. Hartmann (lt. Fussball.de seit 5 Minuten ausgewechselt) ließ sich nicht lang bitten und erzielte den Anschlußtreffer. Jetzt zeigte sich der SVK zunächst verunsichert, versuchte dann aber wieder schnell und strukturiert in die Spitze zu spielen. Und wieder war es Elias der über rechts ein ums andere Mal seinem Gegenspieler enteilte. Mehrfach blitzsauber per Steilpass in die Spitze geschickt, wurde er jedes einzelne Mal vom bis dahin gut leitenden Schiedsrichter wegen Abseits zurückgepfiffen. Da der Unpateiische bei diesem Spiel ohne Linienrichter auskommen musste, sei ihm hier auch kein Vorwurf gemacht. Was sich jedoch in der Folge abspielte, war nicht mehr auf fehlende Unterstützung zurückzuführen. So pfiff er zwar eine vermeintliches Tor der Borauer wegen Abseits zurück, entschied jedoch in der Folge fast jede halbwegs strittige Situation zu Gunsten der Hausherren. Exemplarisch dann eine Situation im Strafraum der Gastgeber. Ein langer Ball ging auf Christoph, der wie sein Gegenspieler sauber hochstieg, diesen übersprang und den Ball in Richtung Tor köpfen wollte. Der Ball kam jedoch nicht weit und prallte dem Verteidiger an den nach oben ausgestrecken Arm. Logischerweise gab es: Freistoß für Borau… Das Spiel stand nun auf der Messers Schneide. Das merkten beide Mannschaften und spielten mit entsprechendem Einsatz, so das es vermehrt zu Freistößen kam. Borau brachte diese zumeist hoch herein und sorgte somit für Gefahr. Andreas im Kretzschauer Tor musste jetzt vermehrt eingreifen. Während die Gastgeber den Druck immer weiter erhöhten, verlor der SVK Defensiv mehr und mehr den Faden. Dennoch gab es mitten in die Druckphase der Gastgeber die Chance den alten Abstand wieder herzustellen. Bezeichnenderweise war dies der einzige für Kretzschau gepfiffene Freistoß nach der 60. Minute. Daniel zirkelte das Spielgerät sehenswert um die Mauer in Richtung linkes, unteres Eck. Der Borauer Schlußmann musste sich ganz lang machen und parierte großartig. Mittlerweile waren noch 10 Minuten zu spielen, als der Borauer Wunderlich eine Unachtsamkeit in der Defensive des SVK nutzte und mit dem Ball am Fuß in den Strafraum ging. Dort wurde er von Daniel und Philipp gestellt. Das hinderte ihn aber nicht sich ziemlich Rüde und mit reichlich Armeinsatz vorbeizuschieben und schließlich einzufädeln. Jetzt gab es Elfmeter für Borau, den Schütze sicher verwandelte. Nun war Kretzschau sichtlich angenockt. Die Platzherren ließen nicht locker und bekamen mit der letzten Aktion einen Freistoß im Halbfeld. Der Ball kam halbhoch herein und wurde direkt nach vorn- rechts abgelegt. Dort stand der Borauer Land allein und deutlich über einem Meter im Abseits. Dennoch zog er die Kugel auf das Tor und versenkte das Spielgerät zur großen Freunde der Gastgeber, denn der Schiedsrichter entschied auf Tor und damit auf 3:2. Direkt nach Wiederanpfiff beendete dieser dann die Partie.
Ein alles andere als zufriedenstellendes Ende dieser Hinrunde mit Höhen und Tiefen. Zwar waren in erster Linie die eigenen Fehler in Halbzeit 2 absolut vermeitbar und für die Niederlage mitentscheidend, dennoch kann die katastrophale Schiedsrichterleistung ab der 60. Minute nicht unerwähnt bleiben. Denn schließlich sollte es die Aufgabe des Schiedsrichters sein ein Spiel zu leiten und nicht es zu entscheiden. Selbst der Borauer Trainer sprach nach dem Spiel von einer ganzen Reihe recht glücklicher Schiedsrichterentscheidungen.
PS:
Beim Borauer Spielbericht auf Fussball.de wurde leider vor der Textstelle “Ab der 70. Minute…” ein Satz vergessen, deshalb hier als Nachtrag: “Es war einmal…” 😉

Bilder vom Spiel: