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Könderitz vs. Harmlosigkeit

Für das Duell in Könderitz hatte sich der SVK eigentlich einiges Vorgenommen- nur sollte daraus nichts werden. Zwar diktierte der SVK über weite Strecken das Geschehen, blieb aber vor dem gegnerischen Kasten erschreckend harmlos. Generell liefen die Kretzschauer Angriffe viel zu langsam ab. So erinnerte manch einer in seinen Bewegungen eher einem vorgezogenen Sonntagsspaziergang als an ein Fußballspiel. Könderitz begann äußerst defensiv und kam kaum über die Mittellinie. Kretzschau seinerseits hatte in der Anfangsphase fast pausenlos Ballbesitz, schaffte es aber kaum einmal in den Rücken der gastgebenden Verteidigung zu kommen. 17 Minuten waren bereits gespielt, als die erste Torchance der Partie zu sehen war. Toni steckte perfekt zum einlaufenden Felix durch, der den herauseilenden Torhüter der Gäste überlupfen wollte. Statt eines Lupfers wurde es aber ein Kerze die der Könderitzer problemlos herunterfischte.  Nach etwa 20 Minuten traute sich Könderitz das erste Mal über die Mittellinie und wurde in der 27 Minute auch gleich gefährlich. Nachdem die Defensive des SVK ob der augenscheinlichen Überlegenheit zu sorglos agierte, konnten die Gastgeber einem Lattenschuß verbuchen. Dies sollte dann aber auch die einzige Möglichkeit für die Gastgeber in Durchgang eins bleiben. Kretzschau wurde nun aktiver und hatte nun einige vielversprechende Aktionen. Die beste Möglichkeit ergab sich für Philipp Schmidt, dessen “Flankentorschuß” der Könderitzer Keeper noch an den Pfosten lenken kann. Von dort sprang das Leder auf die Torlinie und wurde schließlich vom Gastgeber aus der Gefahrenzone geschlagen. Nur wenig später verpasste Christoph ein Zuspiel von Lars knapp und 2 Minuten später versprang Philipp nach feinem Zuspiel von Patrick freistehend der Ball. Ein bis dahin absolut einseitges Spiel, bei der der SVK die Gastgeber mit allein seiner mangelnden Chancenverwertung im Spiel hielt.

Die 2. Halbzeit begannen die Platzherren etwas offensiver und deutlicher auf Konter ausgerichtet. Kretzschau legte nun ein wenig die Lethargie der erste Häfte ab und spielte jetzt druckvoller in die Spitzen. Dennoch verzettelte man sich immer noch zu oft in den eigenen Angriffsaktionen. So wurde immer wieder zu umständlich der Abschluß gesucht. Anders jedoch in der 49. Minute. Nach einem abgefangenen Angriff konterte nun der SVK und der Ball kam zu Felix der das Spielgerät an die Querlatte setzte. Jetzt setzte Kretzschau mehr nach und so musste der Gästekeeper nur 1 Minute später gegen Christoph mit tollem Reflex klären. Und weiter ging es nur in eine Richtung- und weiter sündigte der SVK mit seinen Chancen. Erneut ist es Felix der sich über links durchsetzt, den Ball aber- ebenso wie wenig später Nils- am langen Pfosten neben das Tor setzt. Nach diesen Chancen in Reihe zeigte sich in der 61. Minute dass sich alte Fußballweisheiten ab und an auch bewahrheiten. Könderitz spielte seinen ersten Angriff in Halbzeit 2. Deutlichst im Abseits postiert, bekam ein Könderitzer Angreifer den Ball und ging auf Keeper Schmidt zu, der noch einen Fuß an den Ball bekam. Von dort sprang der Ball zum Könderitzer David Keller, der zur überraschenden Führung für die Platzherren traf, denn der Schiedsrichter gab ob des fehlenden Linienrichters das Tor. Damit war der bisherige Spielverlauf vollkommen auf den Kopf gestellt. Nach diesem Rückstand war der SVK völlig von der Rolle und verkrampfte zunächst vollkommen. Nach einer Reihe von weiteren strittigen Schiedsrichterentscheidungen sah sich der ein oder andere genötigt, eine Diskusionsrunde mit dem Unparteiischen zu führen, anstatt sich dem Spiel zu widmen. So versuchten nun die Gastgeber schnell ein weiteres Tor zu erzielen. Kretzschau rückte nun weiter auf und musste so das Feld für Könderitzer Konter öffnen, von denen sich jedoch keiner mehr verfangen sollte. Bedingt durch die diskusionswilligen Mitspieler sah sich die Verteidigung des SVK ein ums andere Mal einer Überzahl der Gastgeber gegenüber konnte aber klären. Offensiv versuchte der SVK mehr Druck zu machen und kam meist über links in Richtung Könderitzer Tor. Wie schon in Halbzeit eins hatte Kretzschau durchaus Möglichkeiten, ließ diese aber weiterhin ungenutzt. So verpasste der mittlerweile eingewechselte Erik Dobierzin mit seiner Direktabnahme das Könderitzer Gehäuse nur um wenige Zentimeter. In den letzten Minuten versuchte Kretzschau noch einmal verstärkt zum Torerfolg zu kommen, doch das Tor schien an diesem Tag wie vernagelt.

Einfacher als in Könderitz wir man es in dieser Liga wahrscheinlich nicht mehr gekommen.  Nächste Woche geht es zum Duell nach Droyßig. Dort muss der SVK wieder ein anderes Gesicht zeigen- sonst kann es ganz schnell bitter werden.

Bilder vom Spiel: