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Kreispokal: Kretzschau scheidet unglücklich aus

 

Im Duell Kreiligist gegen Kreioberligist hatten die favorisierten Tröglitzer auf Grund besserer Chancenverwertung am Ende die Nase vorn. Der TSV zieht demnach in die nächste Runde ein und Kretzschau scheidet fast schon traditionell früh aus dem Pokal aus.

Bei Temperaturen um die 30°C ging es auf dem Sportplatz in Kretzschau heiß her. Dafür sorgten nicht nur die Temperaturen, sondern besonders in Hälte 2, auch die beiden Mannschaften. Wie schon beim Vorbereitungsspiel gegen Tröglitz begann der TSV druckvoll. Kretzschau begann abwartend und zunächst um Stabilität in der Defensive bemühend. In der 8. Spielminute kam Tröglitz zum ersten Mal vor das Tor der Gäste. Den steil und ungenau gespielten Ball wollte der Kretzschauer Keeper fangen, der Ball rutschte ihm jedoch durch die Hände, so dass ein Tröglitzer Stürmer mühelos aus 8 Metern einschieben brauchte. Ein überaus unglücklicher Rückstand. Tröglitz wollte nun bereits für klare Verhältnisse sorgen und schnell ein 2. Tor folgen lassen. Der Gastgeber hielt aber voll dagegen und konnte so die Druckphase der Gäste schadlos überstehen. Wie schon in Theißen, agierte auch heute wieder ein sehr gut aufgelegter Thomas Oertel als Libero und Organisator der Abwehr (Der war nur für dich Thomas 😉 ). Kretzschau versuchte nun immer wieder mit schnellen Gegenangriffen zum Erfolg zu kommen. So auch in der 11. Minute, als sich Christoph Scholz über rechts durchsetzen konnte und nach innen passte. Der in der zentral mitgelaufene Michel Laskowski nahm den Ball direkt und schoß aus ca. 16 Metern knapp über die Latte. Mitte der ersten Halbzeit übernahm dann Tröglitz zunehmend die Initiative im Mittelfeld. Zu zwingenden Torchancen kamen die Gäste jedoch nicht. Kretzschau machte es mit seinem schnellen Konterangriffen schon besser; nur in´s Tor wollte der Ball nicht. So konnte sich der Gastgeber von der 28. bis 40. Minute eine ganze Handvoll Chancen erarbeiten, die jedoch alle knapp vergeben wurden. Die beste Chance hatte hierbei Michel Laskowski; sein Kopfball aus 10 Metern ging an den Innenpfosten, sprang auf die Linie um dann schließlich von Tröglitzer Keeper aus der Gefahrenzone befördert zu werden. Somit ging es mit der inzwischen mehr als glücklichen Führung der Tröglitzer in die Kabine.

Hälfte 2 begann mit einem Genickschlag für die Platzherren. Tröglitz schien sich nun mehr vorgenommen zu haben und spielte jetzt schneller durch das Mittelfeld in die Spitzen. So erreichte in der 48. Minute ein in die Tiefe gespielter Ball einen Tröglitzer Angreifer, dieser ging in den Strafraum und konnte nur mit einem Foul am Torschuß gehindert werden. Folgerichtig zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Der Tröglitzer Schütze verwandelte sicher. Kretzschau nun mit der Wut im Bauch und mit engagierterer Zweikampfführung. Es gelang phasenweise die Tröglitzer in der eigenen Hälfte einzuschnüren und sich weitere Chancen zur erarbeiten. So endete in Minute 51. ein Volleyschuß von Rene Kobelt aus 5 Metern nach einer Ecke erst am Rücken eines auf der Linie stehenden Tröglitzers. Nur 4 Minuten später der 2. Aluminiumtreffer des Tages. So konnte sich erneut Christoph Scholz in Zweikampf durchsetzen und den Ball am Torwart vorbei spitzeln. Der Ball ging jedoch nur an den Pfosten. In der 58. Minute dann der nächste Aufreger. Nach einem Foul von Ole Friedrich trat der Gefoulte noch einmal nach. Das Foul hatte der Schiedsrichter gesehen, das Nachtreten wohl nicht. Somit gab es nur Gelb für Ole. Eine glückliche Entscheidung für die Gäste. Kretzschau versuchte nun noch einmal alles und erarbeitete sich weitere Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Tröglitz kontrollierte weitestgehend das Mittelfeld ohne jedoch gefährlich vor das Tor des SVK zu kommen. Als sich so langsam das Gefühl breitmachte, man könne noch 2 Stunden spielen ohne ein Tor zu schießen, fasste sich der heute wieder sehr agile Christoph Scholz aus 35 Metern ein Herz und hielt einfach mal drauf. Hatte er doch gesehen, dass der Tröglitzer Keeper einige Meter vor der Linie stand. Der Ball kam optimal, sprang zum 3. Mal an diesem Tag an´s Aluminium und von dort an den Rücken des bereits geschlagenen Tröglitzer Keepers und schließlich in´s Tor. Nun kam zunehmend Feuer in´s Spiel. So ließ sich ein Tröglitzer Spieler nach einem kurzen Wortgefecht zu einer klaren Tätigkeit hinreißen. Da der Unparteiische direkt daneben stand und beste Sicht hatte, rechnete alles mit einer roten Karte. Diese kam jedoch nicht. Es gab lediglich eine Ermahnung gegen beide Spieler! Um so schmerzlicher wurde es in der 83. Minute, als eben jener Tröglitzer Spieler nach einer Unachtsamkeit in der Hintermannschaft aus Nahdistanz das entscheidende 3:1 erzielte. Nach einem erneuten Foul von Ole Friedrich 5 Minuten vor Spielende zeigte der Schiedrichter richtigerweise Ole die Gelb- Rote Karte. In den restlichen Spielminuten kam es auf beiden Seiten zu keiner sehenswerten Aktion mehr. Pünktlich nach 90 Minuten erfolgte der Abpfiff.

Alles in allem eine erneut gute Vorstellung der Kretzschauer. Mit einer etwas besseren Chancenverwertung wäre möglicherweise auch ein Sieg drin gewesen. Aber am Ende zählen nur die Tore. Hat man doch über weite Strecken mit der eine Klasse höher spielenden Tröglitzern mithalten können. Nun heißt es, sich voll auf das nächste Spiel gegen den Tabellenführer der Kreisliga aus Heuckewalde am kommenden Samstag zu konzentrieren.

M. Scholle

Bilder vom Spiel:

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