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Willkommen in der Wirklichkeit

Nach den wahrlich berauschenden letzten Wochen stand am heutigen Ostermontag für den SVK das Nachholespiel in Heukewalde auf dem Plan. Dieses begann Kretzschau reichlich zerstreut und zeigte sich fahrig und überhastet wie schon lange nicht mehr. Heukewalde hielt kämpferisch dagegen und versuchte zunächst über weite Bälle ihre schnellen Spitzen zu finden. Der SVK war darauf eingestellt und hatte in den ersten Minuten kaum Mühe mit der Verteidung der wenigen Angriffsaktionen. War man allerdings in Ballbesitz, brachte man es kaum einmal fertig einen strukturierten Angriff zu spielen. Immer wieder verzettelte man sich in Einzelaktionen oder übertriebener Querspielereien. Somit waren Torszenen Mangelware. Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Aktionen des SVK immer pomadiger und fahriger. So reihte sich jetzt oftmals ein Fehlpass an den nächsten. Hatte man einmal die Möglichkeit das Spiel schnell zu machen, trat man lieber auf den Ball und nahm so jedes Tempo aus dem Angriff. In punkto Zweikampfführung erinnerte die Partie mehr an eine D- Jugend als an ein Männer- Fußballspiel. Während Heukewalde stets mit mehreren Mann hinter dem Ball sowie mit körperlicher Präsenz und Härte zu Gange war, lief der SVK viel zu oft nur nebenher und gab somit quasi Geleitschutz ohne einzugreifen. Allerdings waren auch nicht alle Aktionen der Gastgeber sauber, wie kurz vor dem Pausenpfiff wo Robert von seinem Gegenspieler mit beiden Händen in einen anderen Heukewalder Spieler hineingeschoben und somit von diesem zu Fall gebracht wird. Wie schon bei anderen Situationen, tat sich der Unparteiische mit seinen Entscheidungen gegen die Platzherren reichlich schwer- so gab es hierfür noch nicht einmal eine Verwarnung. Leider brach sich Robert bei dieser Aktion das Schlüsselbein und fällt somit für den Rest der Saison aus; sehr sehr bitter.
In der Halbzeitpause schien Trainer Dobierzin zunächst die richtigen Worte gefunden zu haben, denn mit einem mal ging es mal mit Tempo und System in Richtung Heukewalder Tor. Und prombt wurde es gefährlich. Die Patzherren wurden nun permanent in der eigenen Defensive beschäftigt und hatten dort alle Hände voll zu tun. Oftmals half jetzt nur noch ein Foulspiel weiter. Gute 10 Minuten waren in Halbzeit 2 gespielt, als es Freistoß an der Strafraumgrenze für den SVK gab. Etienne trat an und zirkelte das Leder über die Mauer zum 1:0 in die Maschen. Nur wenige Minuten später lief der nächste Kretzschauer Angriff in Richtung Heukewalder Tor. Christoph setzte sich durch und wurde bei Schußversuch im Strafraum von hinten zu Fall gebracht. Für diese Aktion gab es zumindest einmal Gelb für den Heuckewalder Verteidiger. Christoph trat selbst an, jagte die Kugel an die Querlatte und verpasste somit die große Chance auf eine Vorentscheidung- wie wichtig diese gewesen wäre, zeigte sich in den noch verbleibenden Spielminuten. Nach dem vergebenen Strafstoß bekamen die Platzherren mit einem mal die zweite Luft. Kretzschau verfiel unerklärlicherweise erneut in die unstrukturierte und leichtsinnige Spielweise der erste Hälfte. So bekamen die Zuschauer nun ein wahres Fehlpassspektakel zu sehen; kaum hatte man einmal den Ball erobert, gab man ihn auch schon wieder im Umschaltspiel her. Durch eine solche Spielweise macht man jeden Gegener stark und Heukewalde ließ sich nicht 2x Bitten. Obwohl die Platzherren 2 Tage vorher bereits ein Spiel hatten, zeigten sich diese einfach williger und lauffreudiger. Um allerdings ein Tor zu erzielen, brauchte man allerdings die gütige Mithilfe des Schiedsrichters. Nachdem der SVK nach einer Ecke den Ball nicht raus bekam, kam es zu einem Schußversuch eines Heuckewalders von der Strafraumgrenze. Das Leder ging in Richtung Luca, der beide Hände hinter dem Rücken verschränkt hielt. Aus Nahdistanz und ohne die Möglichkeit auszuweichen bekam er die Kugel an den angelegten Oberarm. Wie man in einer solchen Situation einen Elfmeter pfeifen kann, bleibt schleierhaft- auf jeden Fall gab es nun Strafstoß für Heuckwalde. Fabian Beer trat an und verwandelte sicher zum 1:1. Kretzschau kam jetzt kaum noch zum Zug, was jedoch auch an den zum großen Teil fraglichen Entscheidungen des Schiedsrichters lag. So brauchte sich nur ein Heuckwalder Spieler auf den Boden zu werfen und schon gab es Freistoß. Auf der anderen Seite wurde Christoph von einem Heuckewalder Spieler als letzter Mann gefoult, was aber lediglich mit einer gelben Karte geahndet wurde. Allerdings müssen sich die Kretzschauer Spieler auch an die eigenen Nase fassen; kaum eine strukturierte Aktion war mehr zu sehen. Vor allem den umtriebigen Schwendel bekam man zu keinem Zeitpunkt in den Griff. Die Platzherren spielten nun weiter nach vorn und wollten den Sieg. Einen solchen Willen hatte man eigentlich von Kretzschau erwartet, wurde heute aber enttäuscht. Mittlerweile lief die letzte Spielminute. Philipp Seifert fing einen Ball kurz vor seinem Gegenspieler ab, legte die Kugel an diesem vorbei und wollte einen letzten Angriff einleiten als mit einem Mal ein Pfiff ertönte. Der Schiedsrichter hatte (mal wieder) ein Foulspiel gesehen. Und so kam was kommen musste; langer Ball, Kopfballverlängerung auf den 2. Pfosten wo völlig allein Leuthold stand der die Kugel zum 1:2 in die Kretzschauer Maschen köpfte. Kurz danach war dann auch Schluß.
Eine gruselig schlechte Vorstellung des SVK. So schwach und mit einer solchen Vielzahl individuellen Fehlern hat man Kretzschau lange nicht gesehen. Daher kam man sich auch nicht über die Niederlage beschweren. Mit einer solchen Leistung hat man einfach keine 3 Punkte verdient. Dabei hat Heuckewalde heute vorgemacht wie es geht. Daher ist es jetzt an einem Jeden selbst die eigene Leistung zu hinterfragen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen- so einen Auftritt will man sicherlich nicht nochmal sehen. Aber sei es drum; einer solch jungen Mannschaft muss man auch einfach mal ein schlechtes Spiel zugestehen. So hat nun sicherlich auch der letzte gesehen, was passiert wenn man nicht zu 100% bei der Sache ist.
Jetzt heißt es im nächsten Heimspiel gegen Wetterzeube wieder ein anderes Gesicht zu zeigen um die Punkte in Kretzschau zu behalten; jetzt ist es eine Frage des Charakters.

 

Bilder vom Spiel: