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Zweiter gegen Dritter ergibt Erster Platz

 

Gegen die SG aus Könderitz gab es diese Woche das erwartet schwere und kampfbetonte Duell. So zeigten die Elsterauer weswegen sie in der Tabelle so weit vorn stehen.

Entsprechend konzentriert ging der SVK ins Spiel; sollte es doch nun im 3. Spitzenspiel einmal mit 3 Punkten klappen. Zunächst Kretzschau hauptsächlich in der Defensive beschäftigt, da Könderitz von Anfang an nach vorn spielte um mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Kretzschau bemühte sich um Spielkontrolle, was aber durch die dicht gestaffelte Hintermannschaft der Gäste nur selten gelang. So konnten sich die Gäste in der ersten halben Stunde ein deutliches Chancenplus erarbeiten. Dabei agierte Könderitz hauptsächlich mit lang gespielten Bällen aus dem Halbfeld sowie Standardsituationen. Der SVK nahm sich diese Spielweise ärgerlicherweise an und so wurde das Mittelfeld meist mit langen Bällen überbrückt. In Minute 35 dann die erste Chance für Kretzschau. Nach genauem Pass von Ole Friedrich erreichte der Ball Benjamin Gunold, der den Ball per Direktabnahme aus 16 Metern neben das Gehäuse setzte. In der 40. Minute dann das, zu diesem Zeitpunkt, etwas überraschende 1:0 für Kretzschau. Eine Eingabe von links in den 16 Meter- Raum konnte von Könderitz nicht geklärt werden und Michel Laskowski netzte per Volleyschuß ein. Nur 3 Minuten später erreichte ein langer Ball nach feinem Pass von Lars Hendrischke Marco Heinrich. 2 Könderitzer versuchten zu klären, behinderten sich jedoch selbst und Marco schob aus kurzer Distanz am Torwart vorbei zum 2:0 ein. In der Folgezeit erhöhte Könderitz weiter den Druck, scheiterte aber immer wieder an der gut aufgelegten Abwehr um Rene Kobelt. Somit ging es beim Stand von 2:0 in die Kabinen.

Die 2. Hälfte begann für den SVK optimal. Marco Heinrich setzte sich über links durch, passte zu Toni Engel, der den Ball in die Tiefe erneut zu Marco spielte. Nun allein vor dem Tor konnte er mit etwas Glück den Könderitzer Torhüter überwinden. Die Gäste steckten nicht auf und spielten weiter konsequent nach vorn. Kretzschau in dieser Phase spielbestimmend ohne jedoch gefährlich vor das Tor der Gäste zu kommen. In der 61. Minute erhielt Könderitz nach Foul von Michel Laskowski an Christian Kämpfer einen Freistoß aus halbrechter Position. Der flach hereingebrachte Ball ging an Freund und Feind vorbei und landete zum verdienten 3:1 im langen Eck. Keeper Gebert hatte keine Abwehrchance. Könderitz kam nun noch einmal auf und wollte den 2. Treffer. Die Kretzschauer Defensive hatte alle Hände voll zu tun einen weiteren Treffer für die Gäste zu verhindern, was auch mit großem Aufwand gelang. Mit zunehmender Spieldauer nahmen jetzt die Nicklichkeiten und die Härte des Spiels zu. Der erste großer Aufreger des Spiels ereignete sich in Minute 82. Eine Kretzschauer Flanke von links ging Richtung 11 Meter Punkt. Michel Laskowski spritzte in den hohen Ball und versuchte diesen mit hohem Bein über den herauslaufenden Könderitzer Keeper zu lupfen. Kurz nach Michels Ballberührung prallten Keeper und Michel zusammen. Dabei wurde der Könderitzer Torhüter von Michels Bein im Gesicht getroffen, konnte jedoch weiterspielen. Der Schiedsrichter beurteilte die Situation als hohes Bein und gab Freistoß für Könderitz sowie Gelb für Michel. Eine nachvollziehbare Entscheidung, obwohl es für eine ähnliche Situation in anderen Spielen auch schon Elfmeter gegeben hatte. In den letzten Spielminuten kochten die Emotionen immer weiter hoch und der alles andere als souveräne Unparteiische hatte alle Hände voll zu tun, die Spieler zu beruhigen. Bereits in der Nachspielzeit setzte sich Toni Engel zentral im 16 Meter- Raum gegen seinen Gegenspieler durch und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Der Könderitzer Keeper, wohl eine Schwalbe vermutend, lief daraufhin zu Toni. Der direkt daneben stehende Michel Laskowski sah  sich genötigt Toni zur Hilfe zu kommen und brachte sich zwischen Keeper und Toni. Dabei schob er der Könderitzer Keeper mit beiden Händen von sich weg, der daraufhin zu Boden ging. Der Unparteiische ahndete diese Aktion mit einer erneuten Gelben Karte, die schließlich Gelb- Rot nach sich zog. Eine dumme Aktion von Michel, aber das weiß er sicher selbst am besten. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ben Gunold sicher. Wenig später erfolgte der Abpfiff.

Ein überaus schweres Spiel, in dem Könderitz nie aufsteckte und dass zum Ende hin giftige Töne annahm. So war das ganze Spiel von Kampf geprägt. Vor allem in der 1. Hälfte war von einem kontrollierten Spielaufbau nur selten etwas zu sehen. Zu oft wurde mit langen Bällen über das Mittelfeld agiert. Das muss gegen den VfB Zeitz nächste Woche besser werden. Durch die überraschenden Niederlagen von Grana und Droyßig ist Kretzschau nun wieder Tabellenführer. Will man sicher Herbstmeister werden, muss allerdings nächste Woche in der Hohle ein Sieg her.

M. Scholle

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Bilder vom Spiel:

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