Bilder unserer Trainings- und Spielstätte

Kurzchronik

Der SV 1893 Kretzschau wurde unter diesem Namen bereits 1893 als Turn- und Sportverein gegründet. Vorwiegend beschäftigte man sich mit Boden- und Geräteturnen. Parallel gab es auch einen eigenständigen Radfahrverein. Später kamen dann noch Kegeln, Schach und Tischtennis hinzu, wobei bis zum Jahr 1950 jede Sportart auf sich allein gestellt war.

Im Jahr 1929 wurde in Kretzschau das erste Mal in einem Verein offiziell Fußball gespielt. Als Trainingsplatz diente eine Wiese neben dem Mühlteich, die dem Gastwirt Meister gehörte. Da es noch keinen ordentlichen Sportplatz gab, wurden die Spiele ausschließlich außerhalb ausgetragen. Das erste Heimspiel fand schließlich am Mannsdorfer Berg unterhalb der Feldscheune statt. Die Tore waren in Eigenleistung aus Wäschestützen gefertigt. Anfang der 30er Jahre stellte der Bauer Just ein Gelände am Ortsausgang Richtung Döschwitz zur Verfügung. Nach der Machtergreifung Hitlers wurden im Februar / März alle Vereine aufgelöst. Statt dessen wurde ein neuer Verein gebildet, der dem Reichssportbund angeschlossen war. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 kam der Sport in Kretzschau gänzlich zum Erliegen. Nach dem Kriegsende wurde im Juli 1946 von aktiven Bürger erneut die Abteilung Fußball von Max Klose, Viktor Skowronek und Max Libera gegründet. Max Klose leitete die Geschicke der Abteilung bis Juli 1948 als Vorsitzender. Neben dem Fußball wurde nun auch wieder ein Turnabteilung sowie ein Tischtennisverein gegründet. Ebenso gab es einen Schachverein. Beim Fußball wurde Klose 1948 von Max Liebera als Vorsitzender abgelöst, der die Sektion Fußball bis Juli 1953 leitete. Bis 1951 fanden jetzt wieder die Fußballspiele auf dem Platz am Ortsausgang in Richtung Döschwitz statt. Da aber der unter dem Platz lagernde Lehm für die Grube Groitzschen gebraucht wurde, tauschte man das Land mit einem Feld an der Mittelstraße. Hier sollten von nun an die Kretzschauer Fußballspiele ausgetragen werden. In 5 Jahren mühsamer Feierabendarbeit wurde von den Männern des Vereins das Sportlerheim errichtet sowie der Sportplatz angelegt. 1951 wurde der neue Sportplatz in der Mittelstraße eingeweiht, der auch heute noch die Heimat der Fußballer und Kegler bildet.

Als großer Initiator des Fußballs und des Kretzschauer Sports im allgemeinen, ist hier Arnd Becher zu nennen. Er war 32 Jahre lang Hauptkassierer der Betriebssportgemeinschaft. Sektionsleiter einer Abteilung war er jedoch nie.

1950 kam es schließlich zum Zusammenschluß der einzelnen Sportarten. Da als Trägerbetrieb die Brikettfabrik und Schwelerei Groitschen fungierte, nannte man sich fortan BSG Aktivist Kretzschau. Der Vorsitz übernahm Richard Gärtig und später Fritz Arnold.

Fred Tischendorf leitete vom Juli 1953 bis Juli 1968 die Sektion Fußball. 1955 übernahm der Stahlbau Kretzschau die Trägerschaft. Der Verein wurde in BSG Motor Kretzschau umbenannt. Als Vorsitzende fungierten Hans Wohlfeld, von 1960 Kurt Klose und ab dem Jahr 1969 dann Günter Kühnberg, der dem Verein auch jetzt noch vorsteht.

Auf Wunsch des damaligen Betriebsleiters des Stahlbau Kretzschau, wurde 1976 die BSG erneut umbenannt. Als neuer Name wurde MLK 76 Kretzschau gewählt. Sektionsleiter war bis zur Umbenennung Viktor Skowronek.

Bis Juli 1981 übernahm Albrecht Just und bis 1992 Lutz Klose den Sektionsvorsitz. 1990 wurde der Verein ein weiteres und letztes Mal umbenannt. Von nun an nannte man sich wieder SV 1893 Kretzschau.

Nach Lutz Klose leitete Ingo Röhler bis Juli 2001 und anschließend bis Oktober 2004 Andreas Zeuner die Sektion Fußball. Ab 1. November 2004 leitet Ingo Grajek die Abteilung.

Im Laufe der Zeit lösten sich einige Sektionen auf. Als neue Abteilung kam Gymnastik hinzu, so dass der Verein derzeit aus den Abteilungen Fußball, Kegeln,Volleyball und Gymnastik besteht.

Diese Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollte jemand noch weitergehende Informationen zur Vereinsentwicklung haben, so wären wir über jeden Hinweis dankbar.

M. Scholle